![]() |
Die Tonarten | ||||||||||||||||||||||||
| Entwicklung der Tonarten | |||||||||||||||||||||||||
| Die Tonleiter | |||||||||||||||||||||||||
| Die Dur-Tonleiter | |||||||||||||||||||||||||
| Die Moll-Tonleiter | |||||||||||||||||||||||||
| Die Kirchentonarten | |||||||||||||||||||||||||
| Tonarten beim Jazz | |||||||||||||||||||||||||
| Der Quintenzirkel | |||||||||||||||||||||||||
| Intervalle und Stimmung | |||||||||||||||||||||||||
| Entwicklung der Tonarten | |||||||||||||||||||||||||
| Definition | Als Tonart versteht man grundsätzlich ein System zwischen Grundton und Oktave. Griechische Tonarten und Kirchentonarten konnte man auf andere Stufen versetzen. | ||||||||||||||||||||||||
| Dur und Moll | Die europäischen Tonsysteme mit den Tongeschlechter Dur und Moll beruhen auf der Unterteilung der Oktave in 12 Halbtonschritte. Daraus ergeben sich zwölf Dur- und zwölf Moll-Tonarten, welche chromatisch aufsteigend geordnet werden können. | ||||||||||||||||||||||||
| Quintenzirkel | Eine übersichtliche Anordnung aller Tonarten findet man im Quintenzirkel. | ||||||||||||||||||||||||
| Parallel- Tonart | Als Paralleltonarten bezeichnet man zwei Tonarten verschiedenen Geschlechts mit denselben Vorzeichen. | ||||||||||||||||||||||||
| Erkennung | Die Tonart eines Stückes ersieht man am sichersten aus dem Schlussakkord. | ||||||||||||||||||||||||
| Bedeutung | Dur leitet sich aus dem lateinischen durus (=hart) ab und ist das zentrale Tongeschlecht. | ||||||||||||||||||||||||
| Moll wird vielfach als Nebenform empfunden, was vielleicht darauf beruht, dass Moll gewissermaßen danach strebt, sich in Dur aufzulösen. Das kann man an vielen Moll-Tonstücken beobachten, die sich, wenn manchmal auch erst im Schlussakkord, zu Dur wenden. | |||||||||||||||||||||||||
| Dur ist die heitere, helle und fröhliche Tonart, Moll wird eher als schwermütig oder melancholisch empfunden, wobei es jedoch wie überall, auch hier Ausnahmen gibt. | |||||||||||||||||||||||||
| Die Tonleiter | |||||||||||||||||||||||||
| Definition | Die Tonleiter ist eine Abfolge von Tönen innerhalb einer Oktave und bildet die Basis einer Komposition. | ||||||||||||||||||||||||
| Arten | Das Tongeschlecht wird von den Abständen der einzelnen Töne zueinander bestimmt und man unterscheidet grundsätzlich zwischen Pentatonik, Ganztonleiter, Diatonik und Chromatik. | ||||||||||||||||||||||||
| Pentatonik | Die pentatonische Tonleiter besteht aus insgesamt fünf Tönen, drei Ganztönen und zwei kleinen Terzen. | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Ganzton | Die Ganztonleiter besteht aus sechs Ganztönen und ist ein beliebtes Ausdrucksmittel der impressionistischen Musik. | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Die Dur-Tonleiter | |||||||||||||||||||||||||
| Aufbau | Alle Töne ohne Setzung von Vorzeichen ergeben die diatonische C-Dur Tonleiter, deren Halbtonschritte immer zwischen dritter und vierter, sowie zwischen siebenter und achter Stufe liegen. | ||||||||||||||||||||||||
| Intervalle | Die Durtonleiter besteht aus zwei gleichen Hälften, den sogenannten Tetrachorden, welche jeweils aus zwei Ganztönen und einem Halbton bestehen. | ||||||||||||||||||||||||
| Vorzeichen | Beim Transponieren sorgen die entsprechenden Vorzeichen dafür, dass sich Ganz- und Halbtonstufen immer an der selben Stelle befinden. Auf diese Weise werden alle zwölf Dur-Tonarten gebildet. | ||||||||||||||||||||||||
| C-Dur | Der Aufbau der C-Dur Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| D-Dur | Der Aufbau der D-Dur Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Chromatik | Die Aufeinanderfolge aller zwölf Halbtonschritte ergibt die chromatische Tonleiter. | ||||||||||||||||||||||||
| Grundsätzlich sollen bei der Aufwärtsbewegung ein Kreuzvorzeichen und bei der Abwärtsbewegung b-Vorzeichen verwendet werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Aufwärts | Die chromatische Tonleiter aufwärts gespielt: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Abwärts | Die chromatische Tonleiter abwärts gespielt: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Die Moll-Tonleiter | |||||||||||||||||||||||||
| Formen | Bei der Molltonleiter unterscheidet man drei Arten, das natürliche, das harmonische und das melodische Moll. | ||||||||||||||||||||||||
| Entwicklung | Im Äolischen der Kirchentonarten wurde die Moll-Tonleiter nur aus Moll-Kadenzen gebildet, im harmonischen Moll enthält sie eine Dur-Dominante. Das harmonische Moll beinhaltet jedoch ein Intervall, das beim Gesang große Schwierigkeiten bereitet, weshalb man das melodische Moll eingeführt hat, welches dieses Manko beseitigt. | ||||||||||||||||||||||||
| Vorzeichen | Wie bei den Dur-Tonleitern sorgen auch bei den Moll-Tonleitern entsprechende Vorzeichen beim Transponieren für die Beibehaltung der Intervalle. | ||||||||||||||||||||||||
| Natürliches Moll | Der Vorläufer der natürlichen Molltonleiter ist die äolische Kirchentonart und die Halbtonschritte liegen zwischen der zweiten und dritten, sowie zwischen der fünften und sechsten Stufe. | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Moll harmonisch | Beim harmonischen Moll wird die siebente Stufe um einen Halbton erhöht, wodurch zwischen siebenter und achter Stufe zusätzlich ein dritter Halbtonschritt und zwischen sechster und siebenter Stufe eine übermäßige Sekunde entstehen. | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Melodisches Moll | Bei der melodischen Molltonleiter ist beim Aufwärtsgehen zusätzlich auch die sechste Stufe erhöht, bei der Abwärtsbewegung werden jedoch beide Erhöhungen wieder erniedrigt. | ||||||||||||||||||||||||
| Das melodische Moll in der Aufwärtsbewegung: | |||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Das melodische Moll in der Abwärtsbewegung: | |||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Zigeuner- Moll | Im Ungarischen ist mit dem Zigeuner-Moll eine weitere Moll-Tonleiter entstanden, die aufgrund der gewählten Intervalle leidenschaftliche Spannung vermittelt. | ||||||||||||||||||||||||
| Das Zigeunermoll baut mit einer zusätzlichen übermäßigen Sekunde auf der harmonischen Moll-Tonleiter auf, dadurch entstehen vier Halbtonschritte und zwei übermäßige Sekunden bei nur einem Ganztonschritt. | |||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Die Kirchentonarten | |||||||||||||||||||||||||
| Ursprung | Die sogenannten Kirchentonarten aus dem Bereich der Diatonik begegnen uns außer im Gregorianischen Choral um die Zeit von 600 und im alten Volkslied auch im Jazz. | ||||||||||||||||||||||||
| Aufbau | Auch die Kirchentonarten können auf jeden Grundton aufgebaut werden und die entsprechenden Versetzungszeichen bewirken, dass ihre Halbtonschritte auf den jeweiligen Stufen erhalten bleiben. | ||||||||||||||||||||||||
| Umfang | Den Umfang einer Kirchentonreihe, auch Modus genannt, bezeichnet man als Ambitus und der Grundton wird Finalis (Schlusston) genannt. | ||||||||||||||||||||||||
| Arten | Neben den ursprünglichen Kirchentonarten Ionisch (Dur), Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch und Äolisch gibt es auch abgeleitete Tonarten, welche vier Töne tiefer stehen als die entsprechenden authentischen und den selben Grundton haben. Diese tragen auch den selben Namen mit vorgesetztem "Hypo", also beispielsweise Hypophrygisch oder Hypolydisch. | ||||||||||||||||||||||||
| Lokrisch (oder Locrisch) nennt man eine weitere Tonleiter, bestehend aus acht Tönen, aufgebaut auf der Note h. Diese Tonleiter ist ebenfalls eine Kirchentonart die aber auch im Jazz gebräuchlich ist. | |||||||||||||||||||||||||
| Alle sieben Tonarten werden von der selben Dur Tonleiter abgeleitet, was beim Improvisieren recht hilfreich ist und können natürlich unter Beibehaltung der Intervalle auf jeden Grundton aufgebaut werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Ionisch | Die ionische Dur-Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Dorisch | Die dorische Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Phrygisch | Die phrygische Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Lydisch | Die lydische Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Mixolydisch | Die mixolydische Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Äolisch | Die äolische Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Lokrisch | Die lokrische Tonleiter: | ||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
| Tonarten beim Jazz | |||||||||||||||||||||||||
| Allgemein | Im Jazz werden einzelnen Skalen in der Regel bestimmten Akkorden zugeordnet: | ||||||||||||||||||||||||
| Zuordnung |
|
||||||||||||||||||||||||
| Skalen | Auch hier können Skalen aller Stufen der harmonischen und melodischen Molltonleiter verwendet werden, die zwar keine speziellen Namen haben, aber für Stücke in Molltonarten und als zusätzliche Farbe bei Akkordfolgen in Dur sehr nützlich sein können. | ||||||||||||||||||||||||
| Letzte Änderung am 19. Oktober 2005 Copyright © 1997-2005 musik-steiermark Alle Rechte vorbehalten |
|||||||||||||||||||||||||